Lokibo Blog

Unser Buchtipp der Woche – „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green

Hallo zusammen,

nach so einer tollen WM wird es wieder ruhiger… da lohnt sich doch mal wieder ein Griff zu einem tollen neuen Buch Wir haben einen sehr bewegenden Roman für euch auf Lager: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green.

Hazel und Gus verlieben sich ineinander. Sie ist 16 Jahre alt, er ein Jahr älter. Zwei Jugendliche, die sich verlieben – die erste Liebe ihres Lebens. Die schöne Geschichte, die man jetzt vielleicht erahnen könnte, folgt leider nicht: Hazel hat seit drei Jahren Lymphdrüsenkrebs. Auch ihre Lunge ist betroffen. Diagnose: Unheilbar. Sie hat immer ein Sauerstoffgerät dabei. Sie wird bald sterben. Gus hatte einen Knochentumor; ihm musste ein Bein amputiert werden. Diagnose: Vermutlich geheilt. Sie lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche kennen. Beide wollten gar nicht dorthin, taten es dann aber doch. Und dort lernen sie sich kennen. Gus verliebt sich sofort in Hazel; sie aber sträubt sich. Sie weiß, dass sie sterben wird. Sie selbst bezeichnet sich als „Zeitbombe“; was für ein Wort! Und sie weiß, dass sie den Menschen, die ihr nahe stehen, dadurch sehr weh tun wird. Schon bald. Sie möchte nicht, dass Gus ihr nahe kommt. Bauch und Verstand.

Unbenannt

Der Bauch ist dann doch stärker. Die Liebe. Gemeinsam reisen sie nach Amsterdam – und küssen sich das erste Mal. Warum Amsterdam? Beide lieben Bücher … und Hazels Lieblingsbuch ist „Das herrschaftliche Leiden“ des Holländers Peter van Houten, das von einem krebskranken Mädchen handelt – mit offenem Ende. Hazel wollte schon immer wissen, wie die Geschichte weitergeht; sie wollte schon immer den Autor treffen. Die Reise nach Amsterdam – begleitet von Hazels Mutter. Obwohl Gus alles organisiert hat, erscheint der Autor dann doch nicht. Enttäuscht reisen sie zurück nach Amerika. Auf der Rückreise erzählt Gus, dass sein Knochentumor zurückgekommen sei. Diagnose: Unheilbar. Auch er wird bald sterben. Eine Geschichte, die sehr betroffen macht! Liebe und Tod. So nahe beieinander.

Und das Ende? Kein Happy End. Gus wünscht sich eine Vor-Beerdigung – er möchte selbst dabei sein und die Nachrufe hören. Absurd. Herzzerreißend. Ein paar Tage später stirbt er dann tatsächlich. Hazel ist allein – und bekommt Besuch von Peter von Houten, der extra nach Amerika gereist ist und sich bei ihr entschuldigt; er hat seine Tochter selbst an den Krebs verloren, ihre Geschichte in „Das herrschaftliche Leiden“ verarbeitet und konnte Hazel in Amsterdam nicht treffen. Er verkraftete es nicht. Hazel erfährt, wie die Geschichte weiterging – und sie ermutigt ihn, die Fortsetzung zu schreiben. Sie selbst findet am Ende noch einen Nachruf auf sich selbst. Geschrieben von Gus, als er noch lebte.

Eine unendlich traurige Geschichte! Zwei Jugendliche, zwei tiefsinnige, intelligente, humorvolle, starke, junge Menschen – ja, bei aller Härte auch ein sehr lebensbejahendes Buch. Etwa 300 Seiten, erschienen bei „dtv“, 2014 – mit mehreren Preisen ausgezeichnet und bereits verfilmt. Das Buch ist für Jugendliche und für Erwachsene ein Lebens-Gewinn! Klarer Buchtipp!

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