Jojo Moyes

Ein ganz neues Leben

Themen:

  • Biographie
  • Heimat
  • Liebe
  • Natur

Eigenschaften:

  • inspirierend
  • bewegend
  • tiefgründig
  • tragisch

Empfehlung:

  • Jugendroman
  • Roman für Erwachsene

Inhalt:

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Unsere Rezension zu "Ein ganz neues Leben" (5. Januar 2015)

von Jojo Moyes

Andreas Egger wird 1902 geboren und wächst in einer Pflegefamilie auf. In einem kleinen Dorf in den Alpen. Er wird 79 Jahre alt und 1981 sterben. Dazwischen liegt sein Leben … ein Leben in den Bergen. Als Kind wird er von seinem Pflegevater Kranzstocker geschlagen, so sehr, dass er eines Tages nur noch hinken kann. Vom Vater zum Krüppel geschlagen. Egger macht schlechte Erfahrungen mit den Menschen. Die Berge sind seine Freunde. Schon als kleiner Junge zieht er sich oft in die Berge zurück, er sitzt und schaut in die Ferne. Er liebt die Natur, die klare Luft und die Einsamkeit. Zunächst arbeitet er als Bauer auf dem Hof seines Pflegevaters, später, 1926, hilft er beim Bau der ersten Seilbahn. Die Alpenregion wittert das Geschäft mit Touristen, die sich die Berge ansehen wollen. Der Seilbahnbau ist ein hartes Geschäft – jede Gondel bringe einen Menschen unter die Erde. Dieser Spruch kursiert unter den Arbeitern. Egger arbeitet stumm und fleißig. Für sich. Und er verliebt sich in Marie, die er in der Dorfschenke kennenlernt. Sie ist die große Liebe seines Lebens. Die Natur nimmt sie ihm – sie wird von einer Lawine getötet. Dieser Verlust trifft ihn unendlich; sie war der erste Mensch, für die er eine solche Liebe empfand. Die Berge, die er so sehr liebt, haben sie ihm genommen. Welche Ironie des Lebens! Er arbeitet weiter. Stumm und fleißig. Im 2. Weltkrieg muss er dann als Soldat kämpfen. Im Kaukasus. Acht Jahre lang ist er weg, erlebt grausame Dinge, wird Kriegsgefangener – und kehrt zurück in sein Dorf, das sich verändert hat. Seilbahnen, Touristen, Leben. Er arbeitet anfangs noch als Touristenführer, zieht sich dann aber mehr und mehr in eine Alpenhütte zurück. Der Sonderling, der nie etwas erreicht hat im Leben. So die Meinung der anderen Menschen im Dorf. Doch innerlich hat er mehr erreicht als die meisten: Er ist ein glücklicher Mensch. Er ist mit sich im Reinen. Er, ein so einfacher Mensch, ist einfach da. Er liebt die Berge immer noch, er liebt sein Leben, er ist alleine. Jeder hinke letztlich für sich alleine durchs Leben, sagt er an einer Stelle. Vielleicht stimmt das. Vielleicht auch nicht. Er ist mit seinem Leben glücklich … so, wie es ist. Und das ist die Kunst. Das ist alles, was wichtig ist. 1981 stirbt er – in seinen Gedanken holt ihn Marie zu sich. Ein Leben in den Bergen ist zu Ende. Ein wunderbares Buch, über die Berge, die Natur und das Leben. Ein Buch, das berührt, ein Protagonist, der ans Herz wächst, ein einfacher Mensch, von dem man so viel lernen kann. In jeder Hinsicht. Erschienen ist das Buch 2014 bei „Hanser“, 160 Seiten – einfach lesen … und staunen! Unser Januar-Buchtipp!

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