Nicolas Barreau

Menu d'amour: Eine Liebesgeschichte

Themen:

  • Glücklichsein
  • Liebe
  • Leid
  • Studium

Eigenschaften:

  • inspirierend
  • lehrreich
  • tiefgründig
  • romantisch

Empfehlung:

  • Jugendroman
  • Roman für Erwachsene

Inhalt:

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Sie kommt immer zu spät. Sie ist das strahlendste Mädchen des Seminars. Und sie ist unerreichbar. Die Liebe des zurückhaltenden Literaturstudenten Henri Bredin scheint aussichtslos, auch wenn er und die schöne Valérie Castel dasselbe Lieblingsbuch haben. Denn Valérie sieht in Henri nur einen guten Freund, für Henri jedoch ist das Mädchen mit den aquamarinblauen Augen und dem spöttischen Lächeln diejenige, die er lieben könnte wie keine andere. Als Valérie in den Semesterferien mit ihren Eltern an die italienische Riviera reist und dort dem Charme eines Italieners erliegt, der wohlhabend, gutaussehend und zehn Jahre älter ist als er selbst, ist der verliebte Student am Boden zerstört. Gegen diesen Mann hat er keine Chance. Oder doch? Wenig später macht Henri bei einem Bouquinisten einen schicksalhaften Fund: Ein ochsenblutrotes Giftmischer-Büchlein aus dem sechzehnten Jahrhundert mit dem Rezept für ein „Elixir d'amour". Wider jede Vernunft beschließt Henri das Menu seines Lebens zu kochen und seine große Liebe zum Essen einzuladen. Doch ausgerechnet an diesem Abend kommt die unpünktliche Valérie eine halbe Stunde zu früh ...

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Unsere Rezension zu "Menu d'amour: Eine Liebesgeschichte" (11. Mai 2015)

von Nicolas Barreau

„Wenn man Georges Berechnungen glauben durfte, war es einer der dunkelsten Winter seit dem Krieg gewesen. Die Schatten spazierten in den Straßen von Paris und die Menschen sehnten sich nach dem Licht, wie ein junger Mann sich in die Arme seiner Liebsten sehnt“, das die ersten Zeilen der Geschichte. Zusammen mit George lebt Henri in einer kleinen, leicht heruntergekommenen Wohnung mitten in Paris. Henri Bredin ist Literaturstudent im zweiten Semester und der erste Satz des Romans deutet schon ein klein wenig an, was folgen wird – eine Liebesgeschichte; eine richtig schöne Liebesgeschichte. Es ist die Geschichte von Henri und Valérie. Er lernt sie in einem Literaturseminar kennen … sie kommt zu spät. Valérie kommt immer zu spät. So ist sie einfach. Sie entschuldigt sich dann aber so charmant, nett, ehrlich und offen heraus, dass ihr kaum jemand böse sein kann. Valérie Castel, eine intelligente, tiefsinnige, freche, lebensfrohe, liebe, lustige und wunderhübsche Frau. Henris Traumfrau. Er nähert sich ihr an, wird Teil ihrer Clique, verbringt viel Zeit mit ihr, redet mit ihr über Literatur und das Leben. Schöne Gespräche. Sie werden Freunde. Der zurückhaltende, sympathische Henri, der so gerne kocht und liest – und die unerreichbare Valérie. Sie scheint nicht zu ahnen, wie sehr sich Henri Bredin in sie verliebt hat. Jedes Treffen – für ihn Freud und Leid zugleich. George rät ihm, ihr einfach zu sagen, was er fühlt. Das hat er vor. Er will sie nach der Rückkehr aus ihrem Riviera-Urlaub am Bahnhof abholen und ihr alles sagen. Das Ende des Gesprächs: Sie hat sich in den Semesterferien in Alessandro verliebt, einen Italiener, der ein Hotel in der Riviera führt und zehn Jahre älter ist als sie. Ein wohlhabender und gutaussehender Italiener. Henri wohnt in einer heruntergekommen Bude und hält sich für „höchstens durchschnittlich“ – in allem. Traurig streunt er eines Abends wieder durch die Pariser Straßen und entdeckt bei einem Bouquinisten, bei dem er wahllos Bücher durchschaut, ein kleines Büchlein mit dem Titel „Elixir d’amour“ – ein Rezept aus dem 16. Jahrhundert. Ins Essen gemischt … große Gefühle. Liebe. Henri Bredin ist ein rationaler Mensch und hält es für Quatsch! Und doch – er kauft es. Verzweiflung. Er braut den Trank. Er kocht und lädt Valérie zum Essen ein. Was dann passiert, verraten wir nicht. Es könnte kitschig werden. Wird es aber nicht. Eine bezaubernde Liebesgeschichte über zwei junge Menschen, eine Geschichte über die Liebe und das Leben, auf nur 81 Seiten, mit tiefen Einblicken in Liebe und Leben. Erschienen ist der Roman 2013 bei „Thiele“ … und als kleines Schmankerl gibt es am Ende des Buches einige Rezepte, zum Beispiel das „Menu d’amour“, das Henri Bredin an diesem einen Abend für Valérie Castel kocht. Lesen lohnt sich – und kochen durchaus auch! Ein Tipp also für alle, die, wie wir, gerne schöne Geschichten lesen, nach guten Rezepten kochen und einfach nur gerne und gut essen.

Wenn du dir Romane (zum Lesen oder Anhören) empfehlen lassen möchtest, die deinen Geschmack treffen, schau mal bei Bücher für dich oder Hörbücher für dich.